Betreff des Beitrags: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Fr Nov 17, 2006 10:44
ein Penner
Registriert: Mi Feb 15, 2006 22:19 Beiträge: 638 Wohnort: Berlin, Berlin....
Ihr Lieben,
ich schlage heute mal ein weiteres Spiel vor. Mal sehen, ob es Einige von Euch gibt, die mit der Idee was anfangen können:
Ihr kennt die Übungen aus der Schule, wo man Geschichten mit bestimmten Worten schreiben soll? Das machen wir jetzt hier auch... teilen das aber auf:
Jede(r) Beteiligte setzt die Geschichte um ca. 5-10 Sätze fort und baut dabei nur eines der erforderlichen Worte ein. Die Auswahl aus den vorgegebenen Worten ist frei. Der letzte Poet sollte der Geschichte möglichst einen sinnigen Abschluß geben.
Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Fr Nov 17, 2006 11:37
Seelenstreichler
Registriert: Do Aug 03, 2006 20:47 Beiträge: 3137 Wohnort: Berlin
fox hat geschrieben:
"Es war ein herrlicher Tag!"
. . . . . in meinem Kopf kreisten noch immer die Worte die sie mir schrieb. Ja es hatte mich erwischt nach diesem Liebesbrief der so wundervoll roch und der mir diesen Tag und ganz sicher auch die kommenden sehr versüßen würde. Ich erwischte mich dabei dass ich meine Umwelt nur noch aus weiter Ferne wahrnahm und das durfte schließlich nicht geschehen. Immerhin war ich mitten im Dienst und hatte schließlich eine Menge Verantwortung auf meinem Bus. Aber ich konnte machen was ich wollte, immer wieder flüchteten sich meine Gedanken in jenes Wochenende wo ich ihr zum ersten Mal begegnete. Es war in einem kleinen Städtchen am Rande des Berglandes, als ich mit meinem Wagen anhalten mußte, weil . . . .
ich hoffe ich habe den Sinn dieses Spiels verstanden und mir eines der vorgegeben Worte ausgesucht und in meinen Satz eingebaut
_________________ Glühende Liebe und glühender Haß sind, wie Wollust und Grausamkeit, die Pole der nämlichen Leidenschaft, und wehe dem Herzen, das in den unseligen Kampf zwischen beide gerät
Zuletzt geändert von Antischleimer am Fr Nov 17, 2006 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
Registriert: Do Aug 03, 2006 20:47 Beiträge: 3137 Wohnort: Berlin
Jetzt besser????
Ich habe mich bemüht wirklich nur eines der vorgegebenen Worte zu verwenden, aber den Verlauf der Geschichte so zu gestalten dass Beispielweise das Turmkreuz oder die Haltestellenbremse auch eingebaut werden können.
Naja, als erster ist es glaub ich immer schwierig.
_________________ Glühende Liebe und glühender Haß sind, wie Wollust und Grausamkeit, die Pole der nämlichen Leidenschaft, und wehe dem Herzen, das in den unseligen Kampf zwischen beide gerät
Registriert: Do Aug 03, 2006 20:47 Beiträge: 3137 Wohnort: Berlin
fox hat geschrieben:
Jetzt ist es super-perfekt!!
Puh. . . .fein, das freut mich
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Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Fr Nov 17, 2006 20:36
Site Admin
Registriert: Mi Feb 15, 2006 19:32 Beiträge: 4103 Wohnort: OWL
Antischleimer hat geschrieben:
fox hat geschrieben:
"Es war ein herrlicher Tag!"
. . . . . in meinem Kopf kreisten noch immer die Worte die sie mir schrieb. Ja es hatte mich erwischt nach diesem Liebesbrief der so wundervoll roch und der mir diesen Tag und ganz sicher auch die kommenden sehr versüßen würde. Ich erwischte mich dabei dass ich meine Umwelt nur noch aus weiter Ferne wahrnahm und das durfte schließlich nicht geschehen. Immerhin war ich mitten im Dienst und hatte schließlich eine Menge Verantwortung auf meinem Bus. Aber ich konnte machen was ich wollte, immer wieder flüchteten sich meine Gedanken in jenes Wochenende wo ich ihr zum ersten Mal begegnete. Es war in einem kleinen Städtchen am Rande des Berglandes, als ich mit meinem Wagen anhalten mußte, weil . . . .
... mein Wagen eine Panne hatte. Mist, ich wollte doch heute noch ein gutes Stück meiner geplanten Fahrtstrecke schaffen... Und während ich auf den Abschleppdienst wartete, ging sie auf mich zu, fragte, ob sie mir denn helfen könne. Ihre Augen, ihre Mimik... faszinierend. Ein Engel auf Erden? Nur noch die Flügel fehlten. An dem Haus hinter ihr hing ein Plakat mit einem Hinweis auf ein Ritterfest auf einer Burg, also lud ich sie zu einem Rittermahl ein, denn der Abschleppdienst hatte verkündet, daß die Reparatur erst am folgenden Montag erfolgen könnte - ich also in dem kleinen Städtchen festsaß.
Auf der Burg angekommen....
_________________ Der Mensch besteht aus zwei Teilen - seinem Gehirn und seinem Körper. Aber der Körper hat mehr Spaß. (Woody Allen)
Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Sa Dez 29, 2007 15:33
Karamell-Junkie
Registriert: Mo Mär 05, 2007 23:25 Beiträge: 2492
Nightowl hat geschrieben:
Antischleimer hat geschrieben:
fox hat geschrieben:
"Es war ein herrlicher Tag!"
. . . . . in meinem Kopf kreisten noch immer die Worte die sie mir schrieb. Ja es hatte mich erwischt nach diesem Liebesbrief der so wundervoll roch und der mir diesen Tag und ganz sicher auch die kommenden sehr versüßen würde. Ich erwischte mich dabei dass ich meine Umwelt nur noch aus weiter Ferne wahrnahm und das durfte schließlich nicht geschehen. Immerhin war ich mitten im Dienst und hatte schließlich eine Menge Verantwortung auf meinem Bus. Aber ich konnte machen was ich wollte, immer wieder flüchteten sich meine Gedanken in jenes Wochenende wo ich ihr zum ersten Mal begegnete. Es war in einem kleinen Städtchen am Rande des Berglandes, als ich mit meinem Wagen anhalten mußte, weil . . . .
... mein Wagen eine Panne hatte. Mist, ich wollte doch heute noch ein gutes Stück meiner geplanten Fahrtstrecke schaffen... Und während ich auf den Abschleppdienst wartete, ging sie auf mich zu, fragte, ob sie mir denn helfen könne. Ihre Augen, ihre Mimik... faszinierend. Ein Engel auf Erden? Nur noch die Flügel fehlten. An dem Haus hinter ihr hing ein Plakat mit einem Hinweis auf ein Ritterfest auf einer Burg, also lud ich sie zu einem Rittermahl ein, denn der Abschleppdienst hatte verkündet, daß die Reparatur erst am folgenden Montag erfolgen könnte - ich also in dem kleinen Städtchen festsaß.
Auf der Burg angekommen....
teilte man uns mit, die Gastronomie würde erst später öffnen und riet uns, die Zeit dahin im herrlichen Park der Burg zu verbringen. Die Öffnung der Burgstuben würde durch das läuten der Glocke angezeigt. So lustwandelten wir in diesem herrlichen Grün und erfreuten uns an den Blumen. Wir rasteten auf der Bank einer versteckten, sehr romantischen Gartenlaube. Wohnte hier ein geheimnisvoller Zauber? Meine Begleiterin zog mich in ihren Bann. Mit ihrer Mimik, mit ihren geheimnisvollen doch schalkblitzenden Augen, ihrer sehr, sehr weiblichen Ausstrahlung... Da konnte ich nicht mehr anders. Ich musste sie einfach küssen. Doch geschickt entwandt sie sich mir, ihre Augen wurden noch geheimnisvoller und der Schalk sprühte noch mehr aus ihnen. Unter tief herabgezugenen, langwimprigen Lidern schaute sie mir tief in die Augen, ergründete meine Seele. Da klang die Glocke und wir machten uns auf den Weg zur Burgstube. Am Abendhimmel sahen wir zwei von der untergehenden Sonne güldenrot gefärbte Kondensstreifen. Sie kamen aus verschiedenen Richtungen von weit her, trafen sich über uns und führten irgendwie ineinander verwoben gemeinsam weiter in die Ferne. Was für ein Zeichen...
Beim erreichen der Burggaststätte....
_________________ Wenn das Dach einstürzt, kann man die Sterne wieder sehen.
Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Mo Jan 14, 2008 20:00
kennt sich aus
Registriert: Mo Dez 10, 2007 21:25 Beiträge: 250 Wohnort: Darmstadt
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teilte man uns mit, die Gastronomie würde erst später öffnen und riet uns, die Zeit dahin im herrlichen Park der Burg zu verbringen. Die Öffnung der Burgstuben würde durch das läuten der Glocke angezeigt. So lustwandelten wir in diesem herrlichen Grün und erfreuten uns an den Blumen. Wir rasteten auf der Bank einer versteckten, sehr romantischen Gartenlaube. Wohnte hier ein geheimnisvoller Zauber? Meine Begleiterin zog mich in ihren Bann. Mit ihrer Mimik, mit ihren geheimnisvollen doch schalkblitzenden Augen, ihrer sehr, sehr weiblichen Ausstrahlung... Da konnte ich nicht mehr anders. Ich musste sie einfach küssen. Doch geschickt entwandt sie sich mir, ihre Augen wurden noch geheimnisvoller und der Schalk sprühte noch mehr aus ihnen. Unter tief herabgezugenen, langwimprigen Lidern schaute sie mir tief in die Augen, ergründete meine Seele. Da klang die Glocke und wir machten uns auf den Weg zur Burgstube. Am Abendhimmel sahen wir zwei von der untergehenden Sonne güldenrot gefärbte Kondensstreifen. Sie kamen aus verschiedenen Richtungen von weit her, trafen sich über uns und führten irgendwie ineinander verwoben gemeinsam weiter in die Ferne. Was für ein Zeichen...
Beim erreichen der Burggaststätte....[/quote]
...bot man uns zwei Plätze an der Tafel auf der Terrasse der Burgstube an. Welch eine phantastische Aussicht! Wir setzten uns und meine Begleiterin ließ ihren Blick über die weitläufige hügelige Landschaft schweifen. Mich dagegen hatte ihr Anblick gefangen genommen. Ihre katzengrünen Augen betrachteten träumerisch den sich rötlich färbenden Abendhimmel und der Wind hatte ihr die dunkelblonden, leicht gelockten Haare ins Gesicht geweht. Sie lachte, schob sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht und – wieder traf mich dieser Blick. Meine Knie wurden weich und glücklicherweise bog der Kellner um die Ecke. Wir bestellten Honigwein und ein mittelalterliches Menü. Ich war gespannt, denn noch nie hatte ich ein mehrgängiges Essen ohne Besteck gemeistert. Sie schien meine Gedanken zu lesen, denn sie erklärte mir, bei ihrer ersten derartigen Mahlzeit habe sie versehentlich einen Krug mit Honigwein umgekippt, der sich daraufhin direkt über das Kleid einer in ihrer Nähe sitzenden Frau ergossen hatte. Sie erklärte mir mit einem schelmischen Blitzen in den Augen, ich könne aber unbesorgt sein, denn an diesem Ort würde der Honigwein direkt aus dem Horn getrunken und nicht erst in einen Krug gefüllt werden. Der Kellner, pardon, ein Knappe brachte uns tatsächlich zwei große Hörner gefüllt mit einem süßlich duftenden Getränk. Das Turmkreuz der Burgkapelle leutete in der Abendsonne golden, und ich beschloss, diesen Abend einfach auf mich zukommen zu lassen – was immer er mir wohl noch bringen mochte...
Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: So Apr 20, 2008 12:33
Karamell-Junkie
Registriert: Mo Mär 05, 2007 23:25 Beiträge: 2492
Flytrap hat geschrieben:
...bot man uns zwei Plätze an der Tafel auf der Terrasse der Burgstube an. Welch eine phantastische Aussicht! Wir setzten uns und meine Begleiterin ließ ihren Blick über die weitläufige hügelige Landschaft schweifen. Mich dagegen hatte ihr Anblick gefangen genommen. Ihre katzengrünen Augen betrachteten träumerisch den sich rötlich färbenden Abendhimmel und der Wind hatte ihr die dunkelblonden, leicht gelockten Haare ins Gesicht geweht. Sie lachte, schob sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht und – wieder traf mich dieser Blick. Meine Knie wurden weich und glücklicherweise bog der Kellner um die Ecke. Wir bestellten Honigwein und ein mittelalterliches Menü. Ich war gespannt, denn noch nie hatte ich ein mehrgängiges Essen ohne Besteck gemeistert. Sie schien meine Gedanken zu lesen, denn sie erklärte mir, bei ihrer ersten derartigen Mahlzeit habe sie versehentlich einen Krug mit Honigwein umgekippt, der sich daraufhin direkt über das Kleid einer in ihrer Nähe sitzenden Frau ergossen hatte. Sie erklärte mir mit einem schelmischen Blitzen in den Augen, ich könne aber unbesorgt sein, denn an diesem Ort würde der Honigwein direkt aus dem Horn getrunken und nicht erst in einen Krug gefüllt werden. Der Kellner, pardon, ein Knappe brachte uns tatsächlich zwei große Hörner gefüllt mit einem süßlich duftenden Getränk. Das Turmkreuz der Burgkapelle leutete in der Abendsonne golden, und ich beschloss, diesen Abend einfach auf mich zukommen zu lassen – was immer er mir wohl noch bringen mochte...
Das Ritteressen begann....
... und wir wurden in den Gastraum geführt. Der bestand aus einer großen Tafel in der Mitte und vielen versteckten Nieschen mit kleinen Tischen. Alles war geschmackvoll mittelalterlich dekoriert. Eine der Nieschen bekamen wir zugewiesen und wir ließen uns dort nieder. Ihre gelockten Haare leuchteten im Schein der Fackeln und umrahmten perfekt ihr Gesicht. Und diese Augen, diese Blicke... Der Knappe brachte die "Karte". Das war ein Brett aus marmoriertem Holz auf das die Gerichte geschrieben waren. Aber ich schaffte es kaum, mich darauf zu konzentrieren. Die Form ihrer Bluse und die 2 geöffneten Knöpfe ließen perfekt geformte Brüste erahnen. Um mir die Auswahl zu erleichtern beugte sie sich nach vorne, um in der Karte mit zu lesen. Mir schwanden fast die Sinne und ihr Blick wurde noch spitzbübischer, aber auch verlockender. Mit viel Mühe und eisernem Willen schaffte ich es endlich, meine Bestellung aufzugeben. Ich wusste ja gar nicht, wie erotisch man ein Hühnchen essen kann... Langsam genussvolle Bisse, die Knochen im Mund von den Restfleischstückchen befreien... und das Met passte einfach trefflich zu dieser Stimmung. Nach dem Essen und der Reinigung der Hände in verdünntem Franzbranntwein setzte wir uns noch in die Lounge-Bar des Burghotels. Das Kaminfeuer loderte und auf einem Konzertflügel spielte der Wirt "As Time Goes By"... Aber soll es bei uns so enden, wie bei Ilsa und Rick im Film Casablanca??? Nein... ich legte meine Hand auf die ihre, sah ihr tief in die Augen und...
Betreff des Beitrags: Re: Geschichte mit "eingebauten Worten"
Verfasst: Di Apr 14, 2009 00:27
kennt sich aus
Registriert: Mo Dez 10, 2007 21:25 Beiträge: 250 Wohnort: Darmstadt
...spürte, dass dieses Kribbeln auch sie erfasst hatte. Jetzt oder nie: ohne weiter nachzudenken hauchte ich ihr einen Kuss auf die Lippen. Solche Momente waren für mich schon immer seltsam gewesen, denn was sollte man nach diesem ersten Kuss sagen oder tun? Weiter küssen? Das verschob diesen Moment zwar, änderte aber nichts an der Tatsache... Also tat ich, was Männer in diesem Augenblick wohl immer tun: ich fing an zu reden. Ihre grünen Augen schienen mich einen Augenblick lang nachdenklich zu mustern. Sie führte ihren Mojito an ihre Lippen und nahm einen kleinen Schluck. Ich betrachtete unwillkürlich ihren Hals. Mir stockte der Atem. Diese Frau verzauberte mich, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Ein warmes Prickeln kroch langsam über meinen ganzen Körper. Sie rückte etwas näher an mich heran und versiegelte meine Lippen mit den ihren, beendete so meinen Redefluss. Wir vergaßen die Umgebung fast völlig und betrachteten eine Weile schweigend das Kaminfeuer. Schließlich beschlossen wir die Bar zu verlassen. Eine rot blinkende Funkmaus wurde betätigt, um mir die Rechnung auszudrucken, die ich dann diskret beglich. Das schien so gar nicht zu diesem alten Gemäuer zu passen. Arm in Arm verließen wir die Bar...
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